Da an diesem Tag viel passiert ist wird's wohl etwas länger werden.
Aber hübsch der Reihe nach. Am Morgen haben wir erst unser Zelt abgebaut, uns verabschiedet, bezahlt und den nächsten Zug nach Rom genommen. Unterwegs haben wir noch einmal Checks eingelöst und eingekauft.
Auf dieser Zugfahrt [...vierte Mal...] trafen wir das bisher ungewöhnlichste Paar, Kathrin und Heiko. Er, 37, ist Informatik Langzeitstudent und sie, 18, ist Schülerin. Auch die beiden waren auf Interrail Tour und wollten jetzt nach Griechenland. Man tauschte Erfahrungen aus und unterhielt sich und die Zeit verging und irgendwann begann es dunkel zu werden. Doch wir hatten erst die Hälfte der Strecke hinter uns. Was nun? An der nächsten größeren Station stiegen wir aus fragen die Schaffner nach einem Campingplatz. Die sagen uns dann, dass wir zwei Stationen wieder zurück fahren müssten. Gesagt getan. Wir stiegen an besagter Station, Capalbio aus und fragten einen Italiener, der Englisch konnte. Dieser erzählte uns, es gäbe einen Campingplatz, doch dieser sei fünf Kilometer entfernt und Wildcampen wäre wegen eines Naturschutzgebietes nicht erlaubt. Doch zu unser aller Überraschung bot er uns, an uns dorthin zu fahren und, weil er die Leute dort gut kenne, wollte er für uns auch noch eine kostenlose Nacht arrangieren. Enthusiastisch nahmen wir sein Angebot an. In einem Fiat Punto [...!!!...] brachte er sich, und vier Interrailer mitsamt Gepäck zum Campingplatz sprach dort mit dem Nachtwächter. Es stellte sich heraus, dass der Nachtwächter ein Bayer war. Ohne große Umschweife bot er uns großzügerweise an, zu 99,9% umsonst am Strand schlafen zu können. Überglücklich liefen wir durch die riesengroße Anlage zum Strand, und legten uns nach einer Dose Mais aufs Ohr und schliefen zufrieden ein.