
Für mich begann dieser Tag nicht so berauschend. Eine schlecht gewordene Marmelade setzte meinem Magen so stark zu, dass ich kaum noch schlafen konnte. Mein Magen hörte sich so an, als würde er Strom erzeugen, doch gegen Mittag waren die Beschwerden dann auch schon fast wieder weg. Heute war wieder mal ein Tag der Abreise. Zuvor jedoch mussten wir das Zelt in glühender Sonne abbauen und wieder nach Roma Termini. Dort angekommen fanden wir auch schnell unseren nächsten Zug Richtung Civitanova Marche an der Adriaküste [...sechste Mal Zugfahren...]. Nach unglaublichen sechs Stunden Zugfahrt kamen wir dann auch endlich um 20 Uhr an. Nachdem man sich am Bahnhof nicht ganz einig war, wo der Campingplatz denn liege und die Touristeninfo wohl auch schon dicht war, schlugen wir schließlich doch die richtige Richtung ein. Nach einer dreiviertel Stunde sahen wir dann auch endlich ein Schild, nur noch 1000m. Juhu. Aber von wegen, nach unserem Empfinden hatte der Berg, den wir hoch mussten, 30% Steigung und war bestimmt länger als 400m. Aber das nächste Schild belehrte uns, noch 600m den Berg hoch. Nach gefühlten 1000m waren wir endlich da. Auch hier war man außer sich, als man von unserem Marsch erfuhr und man sagte uns, man hätte uns vom Bahnhof abgeholt, hätten wir angerufen. Toll. Aber egal, der Platz war billig, und wir froh, wieder etwas gefunden zu haben.
Schnell das Zelt aufgebaut und dann noch schnell zur Bar, um noch ein Eis zu kaufen. Dort trafen wir nur Dauercamper. Unter anderem auch eine Familie aus Rheda-Wiedenbrück [....Hallo Oma...]. Außerdem freundeten wir uns noch mit dem Barkeeper an. Gianni war sein Name und er sprach leider kein Englisch, dafür aber Französisch. Auch nicht schlecht.
Um dem Tag doch noch etwas abgewinnen zu können verschlangen wir abends wieder ein Eis.