Endlich ist es wieder soweit – es wird Sommer und die dicken Winterklamotten verschwinden für ein paar Monate aus unseren Kleiderschränken. Aber wie entledigt man sich von heute auf morgen seiner käsig-blassen Winterhaut?
Solarium oder Sonnenbaden ist meist ungesund, teuer, zeitraubend und lässt die Haut schneller altern, von Hautkrebsrisiko, Pigmentflecken und Sonnenbrand mal abgesehen. Blass aussehen will trotzdem niemand. Der Tipp: die Bräune aus der Flasche.
Selbstbräuner liegen voll im Trend und können richtig angewendet für einen sommerlich goldenen Hautton sorgen, ohne die Haut zu belasten oder zu viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile sind die angebotenen Mittel fast alle »Fool-Proof« und können auch von Nicht-Profis einfach angewendet werden. Die Zeiten, in denen man bei nach Selbstversuchen wie ein gelbliches Streifenhörnchen aussah, sind definitiv vorbei. Allerdings nur, wenn man das richtige Produkt auch gleichmäßig anwendet.
Es lohnt sich also beim Kauf der künstlichen Bräune genauer hinzuschauen, denn es gibt sie in den unterschiedlichsten Varianten. Ob als Creme, Spray, Schaum, Lotion oder Tücher, entscheidend ist, mit welcher Anwendungsart ich am besten zurecht komme und welche Bräunungsstärke für meinen Hauttyp geeignet ist. Tipp: Immer von wenig nach mehr arbeiten – nachbräunen kann man immer. Also am Anfang lieber zu einer schwächeren Version greifen. Dann kann man in Ruhe feststellen, ob einem der erreichte Hautton gefällt.
Eine gute Sache sind die neuen Bodylotions, wie z.B. von Bebe Young Holiday Skin oder Dove, die mit einem Hauch Selbstbräuner verfeinert sind und nach ca. fünfmaliger Anwendung der Haut eine gleichmäßige Bräune verleihen. Ideal für Beginner!
Wem diese Variante zu lange dauert sollte zu richtigen Selbstbräunern greifen. Hier gibt es von Nivea, Vichy bis Ambre Solaire viele verschiedene Möglichkeiten.
Eines haben die Selbstbräuner meist gemeinsam: Der wichtigste Inhaltstoff ist Dihydroxyaceton (DHA), ein aus Glycerin gewonnener Zucker, der auch im menschlichen Stoffwechsel vorkommt. Das Dihydroxyaceton reagiert nach ca. 3-4 Stunden mit den freien Aminosäuren und Proteinen in der obersten Hautschicht und färbt diese braun. Da nur die oberste Hautschicht betroffen ist, sind Selbstbräuner unbedenklich. Allerdings verschwindet die Bräunung aufgrund der natürlichen Hautabschuppung innerhalb von 3 bis 5 Tagen wieder. Dann muss nachgebräunt werden.
Du solltest den Selbstbräuner zuerst an einer versteckten Stelle testen. Allergien sind zwar sehr selten, aber auch Konservierungsstoffe und Parfüm können die Haut reizen.
Behaarte Körperstellen sollten vor der Anwendung rasiert werden, da sich hier der Selbstbräuner ansammeln kann und unschön fleckig wird – Die Rasur sollte am besten ein bis zwei Tage vorher sein, da sich die Haut erst wieder erholen muss.
Vor der Selbstbräunungprozedur solltest Du noch einmal mit einem Peeling unter die Dusche hüpfen und alte Hautschüppchen oder Verhornungen entfernen. Diese Stellen nehmen gerne den Bräuner verstärkt an. Je glatter das Resultat – desto glatter die Bräune. Trockne Dich danach gründlich ab.
Trage den Selbstbräuner an Armen und Beine gleichmäßig mit kreisenden Bewegungen auf. Achte unbedingt darauf, dass Du alle Stellen erwischt. Nur so wird die Bräunung streifenfrei. An Knie und Ellenbogen solltest Du sparsam auftragen, da auch hier gerne die Verhornungen brauner werden als der Rest.
Im Gesicht sollte man besondere bei den Augenbrauen und dem Haaransatz Vorsicht walten lassen, am besten aussparen. Zum gleichmäßigen Auftragen kann ein kleines Make-up-Schwämmchen hilfreich sein.
Nach dem Auftragen: Hände waschen nicht vergessen! Diese sehr gründlich mit Seife und Nagelbürste bearbeiten, um braune Flecken unter den Nägeln oder auf den Handflächen zu vermeiden.
Nun bitte mindestens 20 Minuten warten, bis die Creme vollständig eingezogen ist, sonst färbt sie auf die Kleidung ab (Achtung, schwer entfernbar!) und wird zum Teil wieder abgewischt.
Wer unter trockener Haut leidet kann anschließend noch eine Körperlotion auftragen. Das pflegt und verhindert die schnelle Abschuppung der Bräune.
Selbstbräuner ist nicht ewig haltbar: Lagere ihn möglichst kühl, dunkel und gut verschlossen. Die meisten Anbieter empfehlen, den geöffneten Selbstbräuner innerhalb von sechs Monaten zu verbrauchen.
Selbstbräuner bieten normalerweise keinen Schutz vor Sonnenbrand! Hierzu gibt es extra Selbstbräuner mit Lichtschutzfaktor für Schwimmbad und Strand: Z. B. »Self-Tan Body Milk« von Vichy.
Ideal für eine komplette Bräune Man erreicht auch komplizierte Stellen, z. B. den Rücken. Zieht schnell und gleichmäßig ein. Z.B. »Sublime Bronze« von L`Oreal.
Sind für den ganzen Körper geeignet. Vorteil: Sie spenden zusätzlich Feuchtigkeit und enthalten meist Vitamine. Ideal für trockene Haut. Z. B. »Sun Touch« von Nivea Sun (für helle und dunkle Haut).
Für ganz Eilige. Zieht schnell ein und tönt ebenso fix. Gut dosier- und verteilbar. Z.B. »Max Self Tan Foam« von Piz Buin.
Empfehlenswert für unterwegs und für alle, die Selbstbräuner mal testen möchten, ohne gleich eine riesige Flasche kaufen zu wollen.
Ideale Anwendung für Anfänger. Liefert langsame, dezente Bräunung mit der zusätzlichen Pflege einer Bodylotion.