Au Pair in Amerika

Das Abenteuer beginnt

Im Sommer 2006 ging meine Reise in die Staaten endlich los. Zunächst jedoch mit Zwischenstop in New York. Hier habe ich eine Woche in einer Au Pair Schule verbracht. So gewöhnt man sich schnell an Land und Leute und knüpft neue Kontakte. Man wird hier zudem über die amerikanische Kindererziehung aufgeklärt und erhält wertvolle Tipps für die ersten Wochen in einer fremden Familie.

Danach ging es für mich in den Südstaat Georgia. Auf dem Atlanta Flughafen wurde ich herzlich von meinen Gasteltern und ihrer einjährigen Tochter empfangen. Schon auf dem Nachhause Weg wurde mir klar, dass die Größenverhältnisse in den USA mächtig sind. Meine Familie wohnte weit außerhalb von Atlanta. Nachbarn waren kaum in Sicht. Doch einsam war ich dadurch nicht. Ich bekam ein Auto gestellt und hatte somit die Möglichkeit selbstständig die Gegend zu erkunden und von A nach B zu gelangen. Doch nicht jedem Au Pair wird ein Auto zur freien Verfügung gestellt. Viele teilen das Familienauto mit den Gasteltern und andere müssen gänzlich ohne Auto auskommen. Jede Gastfamilie regelt das anders.

An einem nahegelegnen College konnte ich dreimal pro Woche einen Kurs, der am Vormittag stattfand, besuchen. Das Au Pair Programm schreibt vor, dass jedes Au Pair einen Kurs belegen muss. Dabei müssen 6 credits gesammelt, d.h. 72 Unterrichtsstunden abgeleistet werden. Oftmals ist es so, dass man an den freien Wochenenden die Schulbank drückt, da man unter der Woche arbeiten muss. Die Kursauswahl ist an den Wochenenden leider sehr beschränkt. Da meine Gastmutter von zuhause aus arbeitete und sie für ein paar Stunden das Babysitting übernehmen konnte, hatte ich die Möglichkeit unter der Woche einen Kurs zu besuchen. Das bringt viele Vorteile: Man studiert mit Gleichaltrigen und hat eine riesen Auswahl an Kursen.

Am College habe ich viele amerikanische Studenten und auch Studenten aus Europa und Fernost kennengelernt. Die Kirche meiner Gasteltern war ein weiterer Ort, an dem ich stets neue Menschen zu Gesicht bekam und Kontakte knüpfen konnte. Au Pairs haben nicht in meiner direkten Umgebung gewohnt.

Die Arbeit nimmt einen sehr großen Raum im Alltagsleben eines Au Pairs ein. Bis zu zehn Stunden Arbeit pro Tag sind erlaubt. Die Arbeitszeit und -häufigkeit variieren von Gastfamilie zu Gastfamilie. Dabei spielen die Jobs der Gasteltern und das Alter der Kinder eine entscheidende Rolle. Eines ist gewiss: Es braucht viel Eigeninitiative, um nicht im Alltagstrott zu versinken. Kreative Aktivitäten mit den Kindern bringen viel Motivation und Freude.

Verwandte Artikel