Abitur in der Tasche, aber was dann? Es gibt viele Möglichkeiten die Zeit zwischen Schule und Studium sinnvoll zu überbrücken.
Bist du noch etwas unentschlossen, was deine Studienwahl angeht, oder möchtest du einfach eine Pause vom Lernstress machen, so bietet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) an. Beide dauern 12 Monate. Für Jungs, die ausgemustert wurden, sind FSJ und FÖJ eine gute Alternative, doch immer mehr Mädchen engagieren sich freiwillig. Ein gutes Argument für Schüler, solch einen gemeinschaftlichen Dienst zu leisten, ist der finanzielle Aspekt, der im Normalfall eine Steigerung im Vergleich zum Taschengeld der Eltern bedeutet. Trotzdem, wichtig zu wissen für alle Jungs: die Besoldung fällt geringer aus als beim Zivildienst.
FSJ-Stellen findest du in sozialen wie auch kulturellen Bereichen, wo pflegerische Aufgaben bei Alten-, Behinderten- oder Krankenbetreuung anstehen. Du kannst dich aber auch in der Jugendarbeit oder der Familienpflege engagieren.
Ein FÖJ dagegen bietet Mitarbeit in der Landwirtschaft, im Naturschutz oder in der Forstwirtschaft.
Möchtest du lieber ins Ausland, kannst du dich entweder um einen Freiwilligendienst im Ausland oder um eine Stelle als Au-Pair bewerben. Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur eine wichtige Erfahrung in Sachen Selbstständigkeit, du verbesserst auch ganz nebenbei enorm deine Sprachkenntnisse.
Als Au-Pair wirst du von einer Familie aufgenommen, in der du dich ca. 5 Stunden am Tag, 5-6 Tage die Woche, um deren Kinder kümmerst und alltägliche Aufgaben im Haushalt übernimmst. Im Gegenzug wohnst du im Haus deiner Gastfamilie und wirst von ihnen verköstigt. Außerdem erhältst du etwa 150-200 Euro Taschengeld im Monat, damit du etwas in deiner Freizeit unternehmen kannst. Meistens bleibst du zwischen 10 und 12 Monate bei deiner Familie, bevor du die Heimreise antrittst.
Abenteuer Au Pair Erfahrungsbericht
Der Freiwilligendienst im Ausland ist, was die Dauer betrifft, sehr flexibel. Von 3 Monaten bis zu 2 Jahren kannst du im Ausland bleiben und zum Beispiel im Naturschutz, bei der Betreuung von Kindern, mit Behinderten oder im kulturellen Bereich arbeiten. Dabei sind Reisekosten, Verpflegung und Unterkunft für gewöhnlich umsonst und es wird ein kostenloser Sprachkurs angeboten. Des weiteren bekommst du noch Taschengeld. Wichtig: Um die Organisation, für die du arbeiten möchtest, musst du dich in Eigenregie kümmern! Das können beispielsweise Jugendorganisationen oder Kirchengemeinden sein.
Weitere Alternativen, um die Zeit bis zum Studium sinnvoll zu nutzen, sind Jobs oder Praktika im In- und Ausland, die nebenher auch noch deinen Kontostand aufbessern.
Oder doch lieber noch an den Fremdsprachen feilen? Wie wär’s mit einer Auslandsreise! Denn man lernt Sprachen immer noch am besten, wenn man mit Muttersprachlern in Kontakt kommt. Eine gute Kombination von Reisen, Fremdsprache lernen und Arbeiten wäre Work&Travel, das man unter anderem in Australien oder Neuseeland machen kann. Du reist in den beiden Ländern als so genannter Backpacker herum und schaust dir Sachen an, die du willst. Wird das Geld knapp, suchst du dir Arbeit in einer Bar, im Baugewerbe, auf einer Fruchtplantage oder sonst wo. Der Vorteil ist, dass viele Firmen auf dich als Rucksacktourist eingestellt sind und du so leicht einen Job für ein paar Wochen findest. Aber auch ein Sprachkurs in der Heimat wäre eine nützliche Sache für das Studium. Dafür wendest du dich am besten an eine Volkshochschule oder Universität, die auch weitere Vorbereitungskurse für das Studium anbieten. Einfach einmal schauen, ob etwas für dich dabei ist. Bist du dir bei deiner Studienwahl noch unschlüssig, ist ein Schnupperstudium, das an vielen Hochschulen angeboten wird, empfehlenswert.
Du siehst, es gibt genug Auswahl die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll zu nutzen.